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Verschiedene weiße und farbige Antibiotika-Tabletten und -Kapseln nebeneinander aufgereiht

Kontrovers erklärt

Kontrovers erklärt

Antibiotika bei Erkältung: Warum „sicher ist sicher" das Gegenteil bewirkt

Antibiotika bei Erkältung: Warum „sicher ist sicher" das Gegenteil bewirkt

Antibiotika bei Erkältung nützen fast nie – schaden aber oft. Was die Evidenz sagt, wann sie wirklich nötig sind und was stattdessen hilft.

Antibiotika bei Erkältung nützen fast nie – schaden aber oft. Was die Evidenz sagt, wann sie wirklich nötig sind und was stattdessen hilft.

Challenge

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Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf brummt und im Wartezimmer fällt fast reflexartig der Satz: „Können Sie mir nicht ein Antibiotikum verschreiben? Sicher ist sicher." Der Gedanke klingt vernünftig.

Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf brummt und im Wartezimmer fällt fast reflexartig der Satz: „Können Sie mir nicht ein Antibiotikum verschreiben? Sicher ist sicher." Der Gedanke klingt vernünftig.

Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf brummt und im Wartezimmer fällt fast reflexartig der Satz: „Können Sie mir nicht ein Antibiotikum verschreiben? Sicher ist sicher." Der Gedanke klingt vernünftig.

- Dr. Florian Pichler

- Dr. Florian Pichler


Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf brummt – und im Wartezimmer fällt fast reflexartig der Satz: „Können Sie mir nicht ein Antibiotikum verschreiben? Sicher ist sicher." Der Gedanke klingt vernünftig. Er ist trotzdem falsch – und im schlimmsten Fall gefährlich.

Antibiotika bei Erkältung nützen in aller Regel nichts, weil eine Erkältung praktisch immer von Viren ausgelöst wird. Antibiotika wirken aber ausschließlich gegen Bakterien. Gegen ein Erkältungsvirus sind sie so wirkungslos wie ein Regenschirm gegen ein Erdbeben.

Und sie sind nicht harmlos: Sie verursachen Durchfall, Übelkeit und allergische Reaktionen – und treiben eines der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit voran: die Antibiotikaresistenz. Schätzungen aus dem Antibiotic Stewardship zufolge könnten rund 30 Prozent aller Antibiotika-Verordnungen im niedergelassenen Bereich vermieden werden. [7]


Warum Antibiotika gegen Erkältungsviren machtlos sind

Eine Erkältung – medizinisch ein Infekt der oberen Atemwege – wird von über 200 verschiedenen Viren ausgelöst, allen voran Rhinoviren. Auch die akute Bronchitis und die meisten Halsentzündungen sind virusbedingt. Ein Antibiotikum kann ein Virus nicht abtöten, weil ihm schlicht die Angriffspunkte fehlen, die es bei Bakterien nutzt.

Das österreichische Gesundheitsportal formuliert es unmissverständlich: „Bei einer einfachen Erkältung sind Antibiotika nicht sinnvoll." [6] Sie verkürzen weder den Schnupfen noch den Husten, weil sie am Erreger vorbeizielen. Was bleibt, sind die Nebenwirkungen – ohne den erhofften Nutzen.

Der hartnäckige Mythos vom grünen Schleim

„Aber der Auswurf ist gelb-grün, das muss doch bakteriell sein!" Dieser Glaube ist weit verbreitet – und falsch. Die grüne Farbe stammt von einem Enzym aus Immunzellen (Myeloperoxidase), die den Infekt bekämpfen. Sie ist ein Zeichen, dass Ihr Immunsystem arbeitet, nicht dass Bakterien am Werk sind.

Studien zeigen klar: Ob der Schleim klar, gelb oder grün ist, sagt nichts darüber aus, ob Antibiotika helfen. [2] Die Farbe allein ist kein Grund für eine Verschreibung – auch wenn sie in vielen Ordinationen noch immer als solcher behandelt wird.

Was die Studien wirklich zeigen

Die Evidenz ist eindeutig, und sie stammt aus den hochwertigsten Quellen der Medizin: den Cochrane-Übersichtsarbeiten, die alle verfügbaren Studien systematisch zusammenfassen.

Erkältung: Eine Cochrane-Analyse fand keinen Nutzen von Antibiotika beim gewöhnlichen Schnupfen. Bei Erwachsenen war das Risiko für Nebenwirkungen unter Antibiotika jedoch mehr als doppelt so hoch (Faktor 2,6). [1]

Akute Bronchitis: Eine Cochrane-Übersicht von 17 Studien mit über 5.000 Teilnehmern zeigte, dass Antibiotika den Husten im Schnitt um weniger als einen halben Tag verkürzen – bei einer Krankheitsdauer von acht bis zehn Tagen. Dafür bekam eine von 24 behandelten Personen zusätzliche Nebenwirkungen. [2]

Abwarten statt sofort verschreiben: Wird ein Rezept „auf Vorrat" mitgegeben und nur bei ausbleibender Besserung eingelöst, sinkt der Antibiotika-Verbrauch drastisch – von 93 auf 29 Prozent –, ohne dass es den Patientinnen und Patienten schlechter geht. [3] Die Studienlage spricht also klar dagegen, „sicherheitshalber" zu behandeln.

Wann Antibiotika bei Atemwegsinfekten wirklich nötig sind

Kontrovers, aber wasserdicht heißt nicht: nie. Es gibt Situationen, in denen Antibiotika Leben retten. Entscheidend ist, sie gezielt einzusetzen – nach ärztlicher Abklärung, nicht auf Verdacht.

Dazu gehören eine ärztlich festgestellte bakterielle Lungenentzündung, eine eitrige Mandelentzündung durch Streptokokken (ärztlich eingeschätzt, etwa mit dem Centor- oder FeverPAIN-Score) [8] oder Infekte bei stark geschwächtem Immunsystem. Warnsignale, bei denen Sie ärztliche Hilfe suchen sollten, sind: hohes Fieber über mehrere Tage, Atemnot, starke einseitige Schmerzen, blutiger Auswurf oder ein Zustand, der sich nach anfänglicher Besserung plötzlich wieder verschlechtert.

Das Resistenzproblem: Warum jede unnötige Tablette zählt

Jedes Antibiotikum, das Sie einnehmen, übt Druck auf Bakterien aus, resistent zu werden – nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auf die Milliarden nützlicher Keime in Ihrem Körper. Antibiotikaresistenz bedeutet: Medikamente, die früher zuverlässig wirkten, versagen im Ernstfall.

Das ist kein abstraktes Zukunftsszenario. Bakterielle Resistenzen waren laut einer großen Analyse im Fachjournal The Lancet im Jahr 2019 weltweit direkt für rund 1,27 Millionen Todesfälle verantwortlich; bis zum Jahr 2050 werden über 39 Millionen zusätzliche Todesfälle prognostiziert. [4] Die Weltgesundheitsorganisation zählt Antibiotikaresistenz zu den größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. [5] Jede Verschreibung, die vermeidbar ist, kauft dieser Zukunft ein Stück Zeit ab.

Warum Antibiotika gegen Erkältungsviren machtlos sind

Eine Erkältung – medizinisch ein Infekt der oberen Atemwege – wird von über 200 verschiedenen Viren ausgelöst, allen voran Rhinoviren. Auch die akute Bronchitis und die meisten Halsentzündungen sind virusbedingt. Ein Antibiotikum kann ein Virus nicht abtöten, weil ihm schlicht die Angriffspunkte fehlen, die es bei Bakterien nutzt.

Das österreichische Gesundheitsportal formuliert es unmissverständlich: „Bei einer einfachen Erkältung sind Antibiotika nicht sinnvoll." [6] Sie verkürzen weder den Schnupfen noch den Husten, weil sie am Erreger vorbeizielen. Was bleibt, sind die Nebenwirkungen – ohne den erhofften Nutzen.

Der hartnäckige Mythos vom grünen Schleim

„Aber der Auswurf ist gelb-grün, das muss doch bakteriell sein!" Dieser Glaube ist weit verbreitet – und falsch. Die grüne Farbe stammt von einem Enzym aus Immunzellen (Myeloperoxidase), die den Infekt bekämpfen. Sie ist ein Zeichen, dass Ihr Immunsystem arbeitet, nicht dass Bakterien am Werk sind.

Studien zeigen klar: Ob der Schleim klar, gelb oder grün ist, sagt nichts darüber aus, ob Antibiotika helfen. [2] Die Farbe allein ist kein Grund für eine Verschreibung – auch wenn sie in vielen Ordinationen noch immer als solcher behandelt wird.

Was die Studien wirklich zeigen

Die Evidenz ist eindeutig, und sie stammt aus den hochwertigsten Quellen der Medizin: den Cochrane-Übersichtsarbeiten, die alle verfügbaren Studien systematisch zusammenfassen.

Erkältung: Eine Cochrane-Analyse fand keinen Nutzen von Antibiotika beim gewöhnlichen Schnupfen. Bei Erwachsenen war das Risiko für Nebenwirkungen unter Antibiotika jedoch mehr als doppelt so hoch (Faktor 2,6). [1]

Akute Bronchitis: Eine Cochrane-Übersicht von 17 Studien mit über 5.000 Teilnehmern zeigte, dass Antibiotika den Husten im Schnitt um weniger als einen halben Tag verkürzen – bei einer Krankheitsdauer von acht bis zehn Tagen. Dafür bekam eine von 24 behandelten Personen zusätzliche Nebenwirkungen. [2]

Abwarten statt sofort verschreiben: Wird ein Rezept „auf Vorrat" mitgegeben und nur bei ausbleibender Besserung eingelöst, sinkt der Antibiotika-Verbrauch drastisch – von 93 auf 29 Prozent –, ohne dass es den Patientinnen und Patienten schlechter geht. [3] Die Studienlage spricht also klar dagegen, „sicherheitshalber" zu behandeln.

Wann Antibiotika bei Atemwegsinfekten wirklich nötig sind

Kontrovers, aber wasserdicht heißt nicht: nie. Es gibt Situationen, in denen Antibiotika Leben retten. Entscheidend ist, sie gezielt einzusetzen – nach ärztlicher Abklärung, nicht auf Verdacht.

Dazu gehören eine ärztlich festgestellte bakterielle Lungenentzündung, eine eitrige Mandelentzündung durch Streptokokken (ärztlich eingeschätzt, etwa mit dem Centor- oder FeverPAIN-Score) [8] oder Infekte bei stark geschwächtem Immunsystem. Warnsignale, bei denen Sie ärztliche Hilfe suchen sollten, sind: hohes Fieber über mehrere Tage, Atemnot, starke einseitige Schmerzen, blutiger Auswurf oder ein Zustand, der sich nach anfänglicher Besserung plötzlich wieder verschlechtert.

Das Resistenzproblem: Warum jede unnötige Tablette zählt

Jedes Antibiotikum, das Sie einnehmen, übt Druck auf Bakterien aus, resistent zu werden – nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auf die Milliarden nützlicher Keime in Ihrem Körper. Antibiotikaresistenz bedeutet: Medikamente, die früher zuverlässig wirkten, versagen im Ernstfall.

Das ist kein abstraktes Zukunftsszenario. Bakterielle Resistenzen waren laut einer großen Analyse im Fachjournal The Lancet im Jahr 2019 weltweit direkt für rund 1,27 Millionen Todesfälle verantwortlich; bis zum Jahr 2050 werden über 39 Millionen zusätzliche Todesfälle prognostiziert. [4] Die Weltgesundheitsorganisation zählt Antibiotikaresistenz zu den größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. [5] Jede Verschreibung, die vermeidbar ist, kauft dieser Zukunft ein Stück Zeit ab.

„Antibiotika bei Erkältung nützen fast nie – schaden aber oft. Was die Evidenz sagt, wann sie wirklich nötig sind und was stattdessen hilft.“

„Antibiotika bei Erkältung nützen fast nie – schaden aber oft. Was die Evidenz sagt, wann sie wirklich nötig sind und was stattdessen hilft.“

- Dr. Florian Pichler

- Dr. Florian Pichler

„Antibiotika bei Erkältung nützen fast nie – schaden aber oft. Was die Evidenz sagt, wann sie wirklich nötig sind und was stattdessen hilft.“

- Dr. Florian Pichler

Was heißt das für Sie?

Bei einer normalen Erkältung ist das Beste, was Sie tun können, oft das, was schon Ihre Großmutter empfahl: Ruhe, ausreichend trinken, Zeit. Gegen die Beschwerden helfen kurzzeitig abschwellende Nasensprays, Schmerz- und Fiebermittel sowie Hausmittel wie Honig gegen Husten.

Wichtiger noch: Verlangen Sie kein Antibiotikum „auf Verdacht" – und lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt keines verschreibt. Das ist gute Medizin, keine Abwimmelung.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Infekt harmlos ist oder ärztlich abgeklärt gehört, sind wir für Sie da. Im PVZ – Primärversorgungszentrum in Wien schätzen wir ein, ob Warnsignale vorliegen, und beraten Sie ehrlich – auch dann, wenn die richtige Antwort „kein Antibiotikum" lautet. Einen Überblick über unser Angebot finden Sie bei unseren Leistungen.

Häufige Fragen (FAQ)

Helfen Antibiotika bei einer Erkältung?

Nein. Erkältungen werden von Viren verursacht, und Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien. Studien zeigen keinen Nutzen beim gewöhnlichen Schnupfen, aber ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Durchfall und Übelkeit.

Bedeutet grüner oder gelber Schleim eine bakterielle Infektion?

Nein. Die grün-gelbe Farbe entsteht durch Immunzellen, die den Infekt bekämpfen, und ist kein verlässliches Zeichen für Bakterien. Sie rechtfertigt für sich allein keine Antibiotika-Verschreibung.

Wie lange darf eine Erkältung dauern, bevor ich zum Arzt gehe?

Ein normaler Infekt der oberen Atemwege dauert etwa eine Woche, ein Husten kann bis zu drei Wochen anhalten. Ärztlich abklären lassen sollten Sie hohes Fieber über mehrere Tage, Atemnot, starke einseitige Schmerzen oder eine plötzliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung.

Ist es gefährlich, ein Antibiotikum „vorsichtshalber" zu nehmen?

Ja, in mehrfacher Hinsicht. Sie riskieren Nebenwirkungen ohne jeden Nutzen und tragen zur Entstehung resistenter Bakterien bei, gegen die Antibiotika im Ernstfall nicht mehr wirken – auch bei Ihnen selbst.

Quellen

  1. Kenealy T, Arroll B. Antibiotics for the common cold and acute purulent rhinitis. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2013. Link

  2. Smith SM, Fahey T, Smucny J, Becker LA. Antibiotics for acute bronchitis. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2017. Link

  3. Spurling GKP, Del Mar CB, Dooley L, et al. Delayed antibiotic prescriptions for respiratory infections. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2017. Link

  4. GBD 2021 Antimicrobial Resistance Collaborators. Global burden of bacterial antimicrobial resistance 1990–2021. The Lancet, 2024. Link

  5. World Health Organization. Antimicrobial resistance (Fact sheet), 2023. Link

  6. Österreichisches Gesundheitsportal. Antibiotika, 2024. Link

  7. AGES. Antibiotika & Resistenzen (AURES-Bericht), 2024. Link

  8. NICE. Sore throat (acute): antimicrobial prescribing (NG84), 2018. Link

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt – etwa bei uns im PVZ.

Was heißt das für Sie?

Bei einer normalen Erkältung ist das Beste, was Sie tun können, oft das, was schon Ihre Großmutter empfahl: Ruhe, ausreichend trinken, Zeit. Gegen die Beschwerden helfen kurzzeitig abschwellende Nasensprays, Schmerz- und Fiebermittel sowie Hausmittel wie Honig gegen Husten.

Wichtiger noch: Verlangen Sie kein Antibiotikum „auf Verdacht" – und lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt keines verschreibt. Das ist gute Medizin, keine Abwimmelung.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Infekt harmlos ist oder ärztlich abgeklärt gehört, sind wir für Sie da. Im PVZ – Primärversorgungszentrum in Wien schätzen wir ein, ob Warnsignale vorliegen, und beraten Sie ehrlich – auch dann, wenn die richtige Antwort „kein Antibiotikum" lautet. Einen Überblick über unser Angebot finden Sie bei unseren Leistungen.

Häufige Fragen (FAQ)

Helfen Antibiotika bei einer Erkältung?

Nein. Erkältungen werden von Viren verursacht, und Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien. Studien zeigen keinen Nutzen beim gewöhnlichen Schnupfen, aber ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Durchfall und Übelkeit.

Bedeutet grüner oder gelber Schleim eine bakterielle Infektion?

Nein. Die grün-gelbe Farbe entsteht durch Immunzellen, die den Infekt bekämpfen, und ist kein verlässliches Zeichen für Bakterien. Sie rechtfertigt für sich allein keine Antibiotika-Verschreibung.

Wie lange darf eine Erkältung dauern, bevor ich zum Arzt gehe?

Ein normaler Infekt der oberen Atemwege dauert etwa eine Woche, ein Husten kann bis zu drei Wochen anhalten. Ärztlich abklären lassen sollten Sie hohes Fieber über mehrere Tage, Atemnot, starke einseitige Schmerzen oder eine plötzliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung.

Ist es gefährlich, ein Antibiotikum „vorsichtshalber" zu nehmen?

Ja, in mehrfacher Hinsicht. Sie riskieren Nebenwirkungen ohne jeden Nutzen und tragen zur Entstehung resistenter Bakterien bei, gegen die Antibiotika im Ernstfall nicht mehr wirken – auch bei Ihnen selbst.

Quellen

  1. Kenealy T, Arroll B. Antibiotics for the common cold and acute purulent rhinitis. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2013. Link

  2. Smith SM, Fahey T, Smucny J, Becker LA. Antibiotics for acute bronchitis. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2017. Link

  3. Spurling GKP, Del Mar CB, Dooley L, et al. Delayed antibiotic prescriptions for respiratory infections. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2017. Link

  4. GBD 2021 Antimicrobial Resistance Collaborators. Global burden of bacterial antimicrobial resistance 1990–2021. The Lancet, 2024. Link

  5. World Health Organization. Antimicrobial resistance (Fact sheet), 2023. Link

  6. Österreichisches Gesundheitsportal. Antibiotika, 2024. Link

  7. AGES. Antibiotika & Resistenzen (AURES-Bericht), 2024. Link

  8. NICE. Sore throat (acute): antimicrobial prescribing (NG84), 2018. Link

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt – etwa bei uns im PVZ.

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